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Partnerschaft |
Böhmische Kostbarkeiten entdeckt |
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Sagenhaftes PerucAm 29. April 2006 startete eine zwanzigköpfige Delegation des Kultur- und Kunstvereins Oederan zu einem erneuten Besuch ins Böhmische Mittelgebirge um Most. Zu dieser Region bestehen langjährige freundschaftliche Beziehungen. Diesmal sollten wir die historischen Wurzeln unserer Nachbarn näher kennenlernen. Frau Brigita Janovská hatte, wie in den vergangenen Jahren in bewährter Art, die Planung und Betreuung übernommen. Hauptziel war die Gemeinde Peruc. Im Rathaus wurden wir ganz herzlich von Bürgermeister Josef Vilhelm begrüßt. Kinder aus der Grundschule sorgten für eine besondere Überraschung. Sie hatten ein Programm mit Volksliedern aus Böhmen und Mähren einstudiert. Die Herzlichkeit und Aufmerksamkeit, mit der wir empfangen wurden, hat sicher jeden von uns ergriffen. Der Leubsdorfer Bürgermeister Ralf Börner war extra angereist, um uns gemeinsam mit Herrn Vilhelm zu begrüßen und die Leubsdorfer Partnergemeinde Peruc vorzustellen. Er berichtete über die sich erfolgreich entwickelnde Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden. Der Spaziergang durch Peruc führte uns zuerst an den Boženas-Brunnen. Hier soll um das Jahr 1004 der böhmische Fürst Oldřich das schöne Bauernmädchen Boženas beim Wäsche waschen erblickt und sich unsterblich in sie verliebt haben. Er machte sie zu seiner Frau und Peruc damit zu einem berühmten Ort der böhmischen Geschichte. Der Name der Gemeinde geht auf dieses Ereignis zurück. Er bedeutet im Altböhmischen “Wäsche waschen". Direkt im Zentrum steht das im 18. Jh. erbaute Schloss. In seinem Gelände befindet sich das sehr gut gestaltete Museum des böhmischen Dorfes, in dem wir nach alter Tradition mit Brot uns Salz begrüßt wurden. Der Bürgermeister der Nachbargemeinde Slavětín, Herr Jandl, führte uns in die dortige St. Jacobs-Kirche. Diese kleine Kirche beherbergt neben einem romanischen Schiff einen faszinierenden Reichtum an Fresken im gotischen Altarraum. Die freundliche Bedienung und die ausgezeichnete Küche im gemütlichen Hegerhaus der Slavětíner Agrarzuchtfarm ließ uns das schlechte Wetter ganz schnell vergessen. Die anschließende Führung durch den Familienbetrieb mit Kühen, Schafen, Straußen und Lamas wird sicher nicht nur den Kindern noch lange in Erinnerung bleiben. Wir möchten uns ganz herzlich bei unseren tschechischen Freunden bedanken und versprechen bald wiederzukommen. |
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